Der Pflegeeinsatz im Naturschutzgebiet "Füchtorfer Moor"

Zur Verhinderung der Verwaldung  und Verbuschung des "Fürchtorfer Moors" lud die Kreisgruppe Warendorf am 26. August 2017 zum Arbeitseinsatz in die Heideflächen ein. 


Vor allem die Birken- und Kiefersprösslinge bedrohen die seltene Heidefläche und so galt es diese per Hand oder die größeren mit der Schaufel oder Hacke zu entfernen.

1989 wurde das Areal angelegt und so konnten sich seltene Heidearten wie der Sonnentau, der Lungenenzian, die Glockeheide und der Königsfarn hier ansiedeln. Nicht nur für die Insekten ist das Gebiet wichtig, auch als Brutstätte für die Wiesenvögel wie die Uferschepfen gilt es den Raum zu erhalten. 

Dank der ehrenamtlichen Helfer konnte die Verbuschung und Verwaldung der Fläche wieder ein Stück weit aufgehalten werden, denn schnell sind die Sprösslinge mannshoch.

www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreiswarendorf/sassenberg/Ohne-menschliche-Hilfe-keine-Heideflaeche-c7490872-e94e-4f99-ae29-dce4b914294f-ds

Außergewöhnlicher Naturgarten Mitglieder der BUND-Kreisgruppe trafen sich kürzlich zur Besichtigung des Naturgartens der Familie Reichensperger in Warendorf.

Mitglieder der BUND-Kreisgruppe trafen sich kürzlich zur Besichtigung des Naturgartens der Familie Reichensperger in Warendorf.

 

 

Begeistert äußerte sich eine Teilnehmerin: “So einen Garten habe ich noch nie gesehen. Das ist ein Kleinod. Ich bin fasziniert und inspiriert.“ Was macht diesen Privatgarten in einer normalen Wohnsiedlung so besonders?

Berthold Reichensperger folgte schon beim Hausbau seinem Plan, keine normale Gartenanlage, sondern einen vielfältigen Lebensraum entstehen zu lassen. Beim Baubeginn ließ er den ganzen Bodenaushub auf dem großen Grundstück verteilen und modellierte Flachzonen, Mulden, sowie kleine Hügel und Hänge. Im Laufe der Zeit schuf er mit kleinen Steinmauern und Treppen, schmalen Pfaden, Baumstümpfen und Hölzern eine „Minilandschaft.“ Heute schlendert der Gartenbesucher vom sonnigen Trockenbereich zum kleinen Bachlauf, gespeist von der Hausregenrinne, hinunter zum Teich. Weiter geht es die schmale Treppe aus Holzbohlen hinauf zum „Wäldchen“. Dort am Komposthaufen, der natürlich begrenzt wird von Holzpfählen aus eigenem Schnitt fühlen sich die Rötelmäuse besonders wohl. Von dort oben hat man einen prächtigen Ausblick auf Teich und Garten. Weiter schlendert man bergauf und bergab auf den kleinen unbefestigten Pfaden. Schon steht man wieder vor einem kleinen Todholzhaufen, der bereits besiedelt wurde von Baumsämlingen, Moosen und Flechten. Berthold Reichensperger hat auf seinem Grundstück als ambitionierter Botaniker über 500 Blühpflanzen und etwa 150 Baum- und Straucharten angesiedelt, bzw. sich ansiedeln lassen. Sein kleines Naturparadies hat er durch behutsame Eingriffe entstehen lassen. Er selbst sagt: „Ich habe in meinem Garten eine gelenkte Wildnis.“ Von dieser „Wildnis“ ist nicht nur der Gartenbesucher begeistert, sondern auch eine Vielzahl von Gartenvögeln, Insekten und Kleintieren. Und auch die Enkelkinder lieben Opas Garten, denn für sie ist er ein ganz besonderer Erlebnisraum, in dem sie nach Herzenslust stöbern, spielen und entdecken können.

 

Jahreshauptversammlung 2017 mit Vortrag zur Bebauung von Grünflächen

Einstimmig entlastet wurde der Vorstand der BUND-Kreisgruppe Warendorf

Am 13. März 2017 fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der BUND-Kreisgruppe Warendorf statt. Notburga Hanke vom BUND Landesvorstand referierte über die Bedeutung von städtischen Grünflächen im Zeichen von Klimawandel, Artensterben und Schadstoffbelastung. Die zunehmende Überplanung von öffentlichen Grünflächen durch die Kommunen mit anschließender Bebauung wurde von der Referentin und den Anwesenden als verheerende Entwicklung bezeichnet.

Vorstand und Kassenwart wurden auf der Versammlung einstimmig entlastet. Neben der Biotoppflege wird im laufenden Jahr die Wasserrahmenlichtlinie Schwerpunkt der Kreisgruppenarbeit bleiben.

Hier der ausführliche Bericht in der Glocke vom 15. März 2017

Aktion für Laubfrösche und Molche

Aktive der BUND-Kreisgruppe habe sich zur Biotop-Pflege getroffen. In der Bauernschaft Gronhorst entfernten sie mit der Motorsäge Sträucher und junge Bäume und legten einen Teich an. Notwendig war der Freischnitt, damit die Wasseroberfläche wieder voll von der Sonne beschienen werden kann, der Teich schneller erwärmt und dadurch ein vielfältiges Teichleben möglich bleibt.

Weiter Informationen im Artikel der Glocke vom 8. Februar 2017

Berichte zur Jahreshauptversammlung 2016

Birgit Schulte und ihre Mutter Irmgard Hoppe haben vor 25 Jahren die BUND-Jugendgruppe ins Leben gerufen. Hier mit dem Vorstandsteam Reinhard Sommer, André Radojewski, Harry Wagner und Hiltrud Brüggemann.

Auf der Jahreshauptversammlung am 16. März wurde der bisherige Vorstand in seinem Amt bestätigt. Es sind dies Hiltrud Brüggemann, Reinhard Sommer, André Radojewski und Harry Wagner, der als Kassierer wiedergewählt wurde.

Das Vorstandsteam bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Mitgliedern für ihr teilweise enormes Engagement. Auf der zukünftigen Tagesordnung stehen die Wasserrahmenrichtlinie, die Biodiversität und der Artenschutz.

Einen ausführlichen Bericht über die Jahreshauptversammlung siehe der Artikel in der Glocke: Einzige Anwälte für Natur- und Artenschutz.

Im Vorfeld der Versammlung gab Dr. Judith Förster vom Bund-NRW Tipps gegen Vogelschlag an Fenstern.

Pilze im Kreis Warendorf und der BUND

Judasohr
Fichten-Ziegenbart

Manche Pilze sind eine willkommene Bereicherung des Speiseplans, aber damit ist ihre Bedeutung bei weitem nicht erschöpft. Viele Pilze sind eine Art „Lebensbegleiter“ von Blütenpflanzen, vor allem von Bäumen; sie sind Symbionten. Das z.T. mikroskopisch kleine pilzliche Fadengeflecht im Boden umspinnt die Feinwurzeln von Bäumen; Pilze erhalten so wichtige Nährstoffe von den Symbiosepartnern, die wiederum v.a. durch eine erheblich verbesserte Wasseraufnahmekapazität belohnt werden. Ohne diese Mykorrhiza genannte Symbiose wären viele Baumarten kaum und wilde Orchideen gar nicht überlebensfähig.
Eine weitere Gruppe von Pilzen lebt als Recycling-Spezialisten, als Zersetzer von organischem Material; sie sind in der Lage, Totholz und Laubstreu in deren chemische Grundbaustoffe zu zerlegen und diese damit wieder für den biologischen Kreislauf zur Verfügung zu stellen. Ohne ihren Beitrag zum natürlichen Nahrungskreislauf würden unsere Wälder in nicht abgebauter Biomasse ersticken.
Trotz ihrer großen Bedeutung im Naturhaushalt werden Pilze, zumindest in unserer Region, im Naturschutz nur marginal bis gar nicht berücksichtigt. Sie werden in den Schutzzielen der Naturschutzgebiete des Kreises Warendorf nicht aufgeführt; äußeres Zeichen dafür ist schon die Tatsache, dass sie auf den Hinweisschildern der NSGs nicht erscheinen.
Viele Pilzarten sind jedoch in ihrem Bestand akut gefährdet und benötigen Schutz: Schutz vor Immissionen – so vernichtet zu viel Stickstoff im Boden viele Arten,  Schutz vor unsensiblen forstlichen Maßnahmen (z.B. dem Entfernen von Totholz), Schutz vor der Vernichtung von Biotopen (auch und besonders durch Umwandlung von Grünland und Ackerland) – kurz gesagt: „Pilzschutz ist Habitatschutz“: Aber es ist eigentlich eine Binsenweisheit: „Man kann nur schützen, was man kennt.“

Bisherige Aktivitäten des BUND

Elfenbeinschneckling

Nach einem einführenden Vortrag bei einer Vorstandssitzung im  Dezember 2012 zum Verhältnis von Pilzen und Naturschutz haben sich Mitglieder der Kreisgruppe Warendorf auf den Weg gemacht, ihre Kenntnisse über das Reich der Pilze zu erweitern, um darauf hinwirken zu können, dass sie ihrer Bedeutung gemäß auch in naturschutzfachlichen Fragen berücksichtigt werden.
Seit 2013 wurden in unterschiedlichen Jahreszeiten pilzkundliche Exkursionen in Drensteinfurt und in den Beckumer Bergen, aber auch zum Waldfriedhof Lauheide. durchgeführt.
Ziel war es, die eigenen Kenntnisse über Pilze zu erweitern; im Einzelnen ging es um Artenkenntnis und Pilzbestimmung, um ökologische Aspekte und um einen Beitrag zur Bestandserfassung und Kartierung der im Kreis Warendorf vorkommenden Arten. Es ging ausdrücklich nicht um das Sammeln von Speisepilzen
Wie die vorliegenden Fundlisten zeigen, wurden in den zwei-bis dreistündigen Exkursionen jeweils etwa 30-50 Arten aufgesammelt und bestimmt (vgl. die Fundliste im Anhang); die Funde wurden in die Online Pilzkartierung eingetragen.  
Ausblick
Auch in diesem Jahr soll wieder eine Exkursion in den Bergeler Wald durchgeführt werden;
weitere Aktivitäten sind nach Interessenlage möglich und wünschenswert– weitere Interessenten sind herzlich willkommen.

Exkursion der BUND Kreisgruppe

Pilzexkursion unter Führung des Pilzexperten Herrn Kahlert aus Drensteinfurt im Naturschutzgebiet Bergeler Wald in Stromberg.

Fundliste

 Pilzexkursion in das NSG „Bergeler Wald“  am 25.10.2015

1.    Rötliche Kohlenbeere
2.    Buchen-Eckenscheibchen
3.    Geweihförmige Holzkeule
4.    Binsen-Keule
5.    Buckeltramete
6.    Samtige Tramete
7.    Schmetterlingstramete
8.    Grauweißer Saftporling
9.    Gemeiner Stummelfuß
10.    Laubholz-Knäueling
11.    Flaschenstäubling
12.    Birnenstäubling
13.    Gewimperter Erdstern
14.    Halskrausen-Erdstern
15.    Dunkler Hallimasch
16.    Honiggelber Hallimasch
17.    Nebelkappe
18.    Dichtblättriger Rötelritterling
19.    Schmutziger Rötelritterling
20.    Fuchsiger Rötelritterling
21.    Gipsweißer Scheinhelmling
22.    Steife Koralle
23.    Fichten-Koralle
24.    Süßlicher Buchenmilchling
25.    Flammenstiel-Täubling
26.    Purpurschwarzer Täubling
27.    Fliegenpilz
28.    Goldzahn-Schneckling
29.    Gemeiner Weichritterling
30.    Waldfreund-Rübling
31.    Horngrauer Rübling
32.    Knopfstieliger Rübling
33.    Fichtenzapfen-Rübling
34.    Rosa Rettich-Helmling
35.    Rosablättriger Helmling
36.    Voreilender Helmling
37.    Zäher Fadenhelmling
38.    Rillstieliger Helmling
39.    Safran-Helmling (Bluthelmling)
40.    Zitzen-Riesenschirmling
41.    Stinkschirmling
42.    Mönchskopf
43.    Ockergelber Trichterling
44.    Duft-Trichterling
45.    Rehbrauner Dachpilz
46.    Falscher Pfifferling
47.    Flockiger Risspilz
48.    Grünblättriger Schwefelkopf
49.    Gurken-Schnitzling
50.    Steifstieliger Faserling
51.    Grünspan-Träuschling
52.    Scheibchen-Tintling
53.    Samthäubchen spec.
54.    Marone



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